|

| |
Hallo Leute, jetzt passiert endlich was in der Rubrik
"Wissenswertes".
|
Ich habe im Laufe der 3 Jahre, die ich den Wagen jetzt besitze,
ganz erstaunliche Erfahrungen(nur gute) damit gemacht und
auch solche e-mails(auch nur gute) erhalten.
Erst mal was zu den e-mails: Die Hauptfrage, die gestellt wurde "Was kostet
sowas?", tja was soll ich dazu sagen, es gibt da keine Pauschal-Antwort.
Der "Harrison Rod" hat keine 30.000.-DM gekostet (fertig zugelassen
wohlgemerkt) und da waren so viele Teile bei, dass ich noch einen Hot Rod bauen kann,
Alles was mir dazu im Moment noch fehlt ist ein Rahmen und schon könnte es losgehen.
Das ist aber in keinem Fall repräsentativ, da der "Harrison Rod", und
der Meinung bin ich nach wie vor, ein absoluter Schnapp war, wenn Ihr den 383er Richard
Petty Motor mit dem neuen TH400 sehen könntet(und da gibt es ja noch viel mehr), würden
Euch die Augen übergehen.
Vor mir hatten ja auch schon ein paar Hot Rod Experten die Möglichkeit den Wagen
zu kaufen, ich schrieb schon in der "Story" davon habe aber jetzt noch mehr
Erfahrung, und ich kann nur noch mal betonen, "was für Idioten".
Noch mal kurz zurück zum Geld; viele Leute haben mich angesprochen und mir
Hochglanzfotos aus dem Hot Rod Magazine usw. gezeigt und gesagt "so was will ich auch
haben", schlecht ist Ihnen dann geworden als sie mitgekriegt haben, das da schnell
mal 100.000.-$ flöten gehen.
Man darf eines nämlich nicht vergessen, originale Steel Bodies sind auch in den
Staaten so selten geworden, dass mittlerweile Komplett-Karossen neu gefertigt werden und
sogar bezahlbar sind.
Ich will bestimmt nicht miesepeterig sein aber ein Hot Rod ist ein Individualbau
und wenn man den hier in Deutschland realisieren will, mit dem Ziel ein zulassungsfähiges
Auto zu bekommen, geht das Ganze sehr schnell in Richtung 100.000.-DM.
Das ist dann aber ein Plastik-Auto mit maximal roter Oldie-Nummer, was wiederum
bedeutet, das Euch ein Neider richtig Ärger machen kann, weil so eine Zulassung ja ein
bisschen getürkt (der Wagen ist ja nicht wirklich alt, sieht nur so aus) ist.
Ich habe auch schon mal einen Plastik-Rod mit H-Zulassung gesehen, so was geht nur
mit Beziehungen und ist illegal (ausser sie ist über 30 Jahre alt) und Ihr glaubt gar
nicht wie gut sich mittlerweile die Polizei und auch andere Behörden mit Oldtimern
auskennen, zumindest hier bei uns in Dortmund.
Ich will Euch damit nicht das Hot Rodden vermiesen, ich will nur sagen, wenn Ihr
was in Richtung Hot Rod plant, macht Euch voher richtig schlau und lasst
Euch nix erzählen.
Ich hab mir Sachen vom Deuvet angehört, vom Experten, da ist mir schlecht
geworden, also fragt weiter und nicht nur Einen.
Die Leute vom Tüv waren letzlich viel hilfreicher obwohl man nicht vergessen darf,
was es für ein Akt ist einen Rod in Deutschland zuzulassen.
Eine EG weite Lösung auf Basis der britischen oder niederländischen Gezetzgebung
wäre cool.
Es gibt zu viele Leute die sich für Experten halten, womöglich noch eine
Institution im Rücken haben, aber in Wirklichkeit keine sind.
Hot Rodden in Deutschland ist nicht einfach, auch nicht wenn man einen Steel Body
hat (aber es hilft) !
Ach ja, noch ein kleiner Tip am Rande, England und Schweden sind heisse
Pflaster für Hot Rod Teile und auch Autos.Kommen wir mal zu
etwas Erfreulicherem, einem kleinen Erfahrungsbericht vom "Harrison Rod".
Um das Auto Zulassungs- und Fahrfähig zu machen, bedurfte es nur ein paar
kleiner chirurgischer Eingriffe:
- Kotflügel bauen! (aus Stahl natürlich, keine 300.-DM Materialkosten)
- Fussboden einbauen!
- Türgriffe, Spiegel usw. (Alles aus England, war super easy)
- Die 4 Bremstrommeln überholen (Neuteile wurden nicht beötigt, bis auf Beläge
natürlich,
die gab´s aber bei M&F)
- Bremsleitungen und Schläuche (neu, vom lokalen Ersatzteile-Händler!!!)
- Neuer Kabelbaum (der Alte hatte keine Sicherungen)
- Hinterachsaufhängung geändert (aus Sicherheitsgründen)
- Motor neu dichten (auch easy, auch M&F)
- Lack aufarbeiten (nur Arbeit)
Das war es im Grossen und Ganzen schon.
Jetzt sagt Ihr bestimmt, der spinnt erst erzählt er "ist Alles spezial"
und schwierig und teuer, hört sich doch gar nicht so an.
Ich habe einfach Glück gehabt. Die Neuteile von M&F z.B. haben mir die Jungs
nach Muster aus dem Regal gesucht, was für ein toller Service.
Auf die Sachen aus England bin ich durch Zufall gestossen, ich schraube ja seit
mittlerweile 17 Jahren und kannte den Händler noch aus MG Zeiten, der hat mir dann die
Teile mit zur Messe nach Essen gebracht und noch mal, was für ein toller Service.
Die ganze Aktion hat ca. 6 Monate gedauert.
Seitdem fährt der Rod einfach. Er hatte noch keinen Defekt, geht wie die Hölle,
bremst Super (mittlerweile) und die Elektrik von Jörg ist ein echtes Sahnestück.
Sogar ein Ausflug durchs Bergische Land war problemlos.
Bleibt noch die Frage, "wie fährt das?", die Antwort ist einfach,
"scheisse"!
Ein neu aufgebauter Rod mag anders sein aber mein Originalteilchen aus den 60ern
ist nur was für Männer ohne Nerven.
Alles bewegt sich, ist laut und heiss und während ich das hier schreibe muss ich
fesstellen, das ich gar nicht richtig in Worte fassen kann, was da vor sich geht.
Ausserdem kann ich Euch auch nicht das Glücksgefühl beschreiben, das ich habe
wenn ich genervt von der Arbeit komme und dann in den Wagen steige.
Reinsetzen, losfahren und kurz ein wenig angasen und schon ist die Welt wieder in
Ordnung, so einfach ist das.
Als Fazit kann ich nur sagen, das Auto war die beste Entscheidung (autotechnisch)
meines Lebens.
Ich muss feststellen, dass sich einige Eindrücke, die ich in den Anfängen der
Geschichte geschildert habe, relativiert haben.
Vieles, was am Anfang noch komplex erschien, empfinde ich heute als problemlos.
Das hat zwei Gründe, zum Einen, weiss ich ja jetzt wie Alles funktioniert und wo
ich die Teile herbekomme, zum Anderen fährt der Rod einfach und macht eben überhaupt
keine Probleme. |
TOP
|